Hautkrebsfrüherkennung
Als „Hautkrebs-Screening“ bezeichnet man die systematische und strukturierte ärztliche Untersuchung der gesamten Haut und hautnahen Schleimhäute von der Kopfhaut bis zu den Füßen bezüglich krebsverdächtiger Veränderungen, ohne bestimmten Anlass. Ich führe das Hautkrebs-Screening nicht (mehr) durch.
Nach wie vor biete ich Ihnen natürlich die Untersuchung konkreter Pigmentmale („Leberflecken“) und anderer Hautveränderungen, die Sie beunruhigen, oder auch die Untersuchung konkreter Hautregionen, z. B. des Rückens, an. Die Untersuchung erfolgt sowohl mit bloßem Auge als auch mit Hilfe eines Dermatoskops, eines speziellen Mikroskops für die Haut.
Ich biete auch die sequenzielle digitale Dermatoskopie an: Nicht immer kann der Hautarzt bei einer einmaligen Untersuchung mit Auge und Dermatoskop erkennen, ob ein Pigmentmal gutartig oder bösartig ist, ein wichtiges Kriterium ist auch eine Veränderung im Verlauf. Bei der sequenziellen digitalen Dermatoskopie werden mikroskopische Bilder digital gespeichert und im zeitlichen Abstand bezüglich Größe, Struktur und Farbe miteinander verglichen. Das erhöht einerseits die Wahrscheinlichkeit, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen, und hilft andererseits auch, unnötige operative Eingriffe zu vermeiden.
Selbstverständlich führe ich Ganzkörperuntersuchungen der Haut weiterhin im Rahmen der Nachsorge nach operiertem Hautkrebs und bei erhöhtem Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs durch.
Die beste Hautkrebs-Vorsorge ist ein guter Sonnenschutz. Dafür gibt es eine einfache ABC-Regel:
A = Ausweichen: Meiden Sie die Sonne, insbesondere in den Monaten April bis Oktober und insbesondere in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr. Machen Sie sich bewusst, dass die Intensität der UV-Strahlung vom Einfallswinkel der Sonne abhängt und nicht von Hitze oder Helligkeit. Ein Anhaltspunkt ist die Länge des eigenen Schattens: Wenn dieser kürzer ist als man selbst, ist der Einfallswinkel der Sonne und damit die UV-Strahlung hoch, und man sollte nach drinnen gehen. Durch Wasser, Schnee oder Sand wird die UV-Strahlung reflektiert und damit erhöht. Beachten Sie, dass auch im Schatten, z. B. unter einem Sonnenschirm und auch bei wolkigem Himmel immer noch eine nicht unerhebliche UV-Strahlung (Streustrahlung) auftritt.
B = Bedecken: Wenn Sie der Sonne nicht ausweichen können, z. B. bei Ihrer beruflichen Tätigkeit, oder möchten, z. B. bei Erholung oder Sport im Freien, sollten Sie die Haut mit Textilien schützen: Tragen Sie einen Hut mit Krempe, der das Gesicht, die Ohren und den Nacken beschattet. Bei kurzen Haaren lässt ein Basecap Ohren und Nacken leider ungeschützt! Tragen Sie ein Halstuch, lange Ärmel und Stoff-Handschuhe. Es gibt (z. B. im Internet-Versand) Sonnenschutzkleidung aus Spezialstoffen, von Hüten, über Shirts, bis zu Handschuhen, aber bedeckende Kleidung aus normalen Stoffen schützt auch bereits sehr gut. Die Augen sollten mit einer Sonnenbrille geschützt werden.
C = Cremen: Für Hautstellen, die nicht ausreichend bedeckt werden können, wie das Gesicht, bleibt das Cremen mit Sonnenschutzmitteln. Verwenden Sie Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF), also LSF 30 bis 50, und tragen Sie diese ausreichend dick und wiederholt auf.